Die Goa'uld stammen aus den Gewässern des Planeten P3X-888. Von Natur aus sind sie eine aquatische Spezies, dies zeigt sich auch später immer noch daran, dass ihre Larven oder Symbionten in Flüssigkeit aufbewahrt oder transportiert werden. Nach den Erkenntnissen, die die Archäologen des SGC aus den Fossilien auf diesem Planeten zogen, waren die Goa'uld in ihrer frühen Zeit im Wasser lebende Jäger. Ihre parasitäre Lebensform hat sich erst später entwickelt. Ebenso war auch die Naquadahanreicherung ihrer Körper eine spätere Entwicklung; in ihrer ursprünglichen Form gab es keine Spuren von Naquadah in ihren Körpern.
Die Spezies der Unas, die ebenfalls auf diesem Planeten heimisch ist, wurde von den Goa'uld als erste Wirte verwendet. Die Vorteile, die diese Lebensweise einbrachte, führten dazu, dass sie die primäre Lebensweise der Goa'uld wurde. Viele von ihnen nahmen sich Unas-Wirte und verließen durch das Stargate ihren Heimatplaneten, nachdem sie seine Funktionsweise entdeckt hatte. Anscheinend hatte ihre ursprüngliche Heimat keine besondere Bedeutung für die Goa'uld, denn sie schenkten ihr in der folgenden Zeit keine Beachtung; es gab dort keine Gebäude, keinerlei Spuren, die drauf hindeuten würden, dass dort jemals eine größere Goa'uld-Zivilisation gelebt hat. Als im Jahr 2000 die Archäologen des SGC den Planeten untersuchten, gab es noch immer Goa'uld-Parasiten in den Gewässern und auch die Unas lebten noch dort, jedoch gab es keinerlei Anzeichen, dass die „modernen“ Goa'uld diesen Planeten wieder besucht hatten.
Bei den Goa'uld handelt es sich um etwa 20 - 30 cm lange, schlangen-ähnliche Wesen. Im oberen Bereich ihres Rückens befindet sich eine kammartige Flosse, zwei weitere Flossen befinden sich
unterhalb davon. Hierbei handelt es sich um Überbleibsel ihrer aquatischen Herkunft. Ein weiterer Aspekt dieser Herkunft ist die Tatsache, dass Goa'uld außerhalb des Wassers nur sehr kurze Zeit
überleben können. Da ihnen außer ihren Flossen jegliche Gliedmaßen fehlen, ist ihre natürliche körperliche Form der humanoiden deutlich unterlegen.
Die Fortpflanzung der Goa'uld funktioniert über eine Königin, ähnlich wie beispielsweise bei irdischen Bienen. Diese kann nach der Begattung, der Aufnahme menschlicher DNS eine sehr große Anzahl an Goa'uld-Larven gebären. Die Larven benötigen dann mehrere Jahre, um zu voll ausgewachsenen Symbionten heranzureifen. In ihrer ursprünglichen Form fand diese Entwicklung in den Gewässern ihrer Heimat statt, während ihrer Herrschaft wurden sie in kleinen Wassertanks gehalten und von den Priestern des Väterlichen Goa'uld versorgt. Sobald ein Symbiont eine bestimmte körperliche Reife hat, wird er einem Jaffa implantiert, der so als Brutkasten dient. Wenn er dann vollständig ausgewachsen ist, braucht ein Symbiont einen menschlichen Wirt, um außerhalb des Wassers weiterleben zu können.
Als Ausgleich ihrer natürlichen körperlichen Schwächen haben die Goa'uld im Laufe ihrer Evolution einige besondere Fähigkeiten entwickelt:
Um die Kontrolle über eine andere Lebensform zu übernehmen, dringen die Goa'uld im Kopf-Nacken-Bereich in den Körper ihres Opfers ein und wickeln sich um seine Wirbelsäule. Dann bauen sie eine physische Verbindung zum Zentralnervensystem auf und können so die Kontrolle über alle Körperfunktionen erlangen. Das ursprüngliche Bewusstsein des Wirtes wird dabei unterdrückt, aber nicht ausgelöscht. Der Wirt nimmt alles wahr, was sein Körper unter der Kontrolle des Goa'uld unternimmt, ist jedoch nur in sehr begrenztem Maße in der Lage, Einfluss darauf zu nehmen. Nur wenn der Symbiont geschwächt wird, zum Beispiel durch Elektroschocks, ist es dem Wirt möglich, die Kontrolle über seinen Körper zurückzuerlangen. Goa'uld bevorzugen den Eintritt direkt durch den Nacken ihres Opfers, damit sie nicht an das Entsetzen im Gesicht ihres Opfers erinnert werden, wenn sie in einen Spiegel blicken.
Weitere Effekte der Übernahme durch einen Goa'uld sind die folgenden:
Die sehr enge und direkte Verbindung mit dem Nervensystem des Wirts macht es extrem schwierig, einen Goa'uld-Symbionten chirurgisch aus seinem Wirt zu entfernen. Von besonderer Wichtigkeit bei einem solchen Unterfangen ist es, den Symbionten zu überraschen und wirksam zu betäuben, da er sonst den Wirt töten kann. Die Tok'ra entwickelten entsprechende Verfahren mit hoher Erfolgsquote bei der Rettung des Wirtes. Auch die Beam-Technologie der Asgard kann für solche Zwecke genutzt werden.
Der Tod eines Symbionten ist sehr gefährlich für den Wirt, da der Symbiont bei seinem Tod Giftstoffe an den Körper des Wirtes abgibt, die diesen ebenfalls töten. Mit einem großen Kraftaufwand gelingt es den Tok'ra-Symbionten, dies zu verhindern und so ihre Wirte zu retten. Da die Goa'uld jedoch kein Interesse am Überleben ihrer Wirte haben, muss bei der Extraktion eines Goa'uld aus diesem Grunde darauf geachtet werden, den Symbionten lebendig zu entfernen.
Die Auswirkungen dieser parasitären Lebensweise für die Goa'uld sind neben der Überwindung der körperlichen Unterlegenheit ihrer natürlichen Form auch eine für sie deutlich erhöhte Lebenserwartung. Selbst ohne die Regenerationskräfte des Sarkophags kann ein Goa'uld in seiner parasitären Lebensweise viele Jahrhunderte alt werden, wenn er regelmäßig seinen Wirt wechselt. Diese durchweg positiven Auswirkungen führten dazu, dass sich die Goa'uld immer weiter an diese Lebensweise anpassten. Ihre Königinnen nutzen die DNS ihrer Wirte, um ihre Nachkommenschaften genetisch an diese Wirte anzupassen, so dass sie besser kompatibel sind. Durch langjähriges Leben in Wirtskörpern verändert sich außerdem die Physiologie eines Goa'uld: Die Flossen verkümmern und der Körper verkürzt sich, was seine Überlebenschancen außerhalb eines Wirtes weiter verringert.
Goa'uld wählen sich ihre Wirte nach rein äußerlichen Gesichtspunkten aus. Ihr Wirt ist ihr Erscheinungsbild, daher soll er sie auch in ihren Augen würdig repräsentieren. Sie bevorzugen aus diesem Grunde schöne Wirte, was zur Folge hat, dass auf manchen Planeten, die oftmals von Goa'uld heimgesucht wurden, Schönheit als Fluch gilt.
Nachdem sie in ihren Unas-Wirten ihre Heimat durch das Stargate verlassen hatten, stießen die Goa'uld sehr schnell auf die Hinterlassenschaften der Antiker, insbesondere auf zurückgelassene Technologien. Es gelang ihnen, viel von diesen Überbleibseln zu lernen. Einige Systeme übernahmen sie nahezu unverändert, wie etwa die Ringtransporter, bei anderen zogen sie genügend Erkenntnisse daraus, um sie nachbauen zu können, auch wenn die Goa'uld-Versionen bei Weitem nicht so leistungsfähig waren wie die Originale der Antiker. So konnten die Goa'uld auch unabhängig von den Stargates die Galaxis bereisen und interstellare Raumfahrt betreiben. Sie erkundeten eine Vielzahl von Planeten und nahmen sich, was sie wollten, wie sie es einst schon bei den Unas getan hatten. Allerdings waren diese Anfänge ihres zukünftigen Imperiums noch sehr begrenzt, da sie selbst nur eine begrenzte Anzahl waren.
Dies sollte sich ändern, als ein Goa'uld namens Ra bei einem seiner Erkundungsflüge auf einem abgelegenen Planeten eine primitive humanoide Kultur entdeckte; dieser Planet war die Erde und die Bewohner waren die frühen Menschen. Ra erkannte, dass die Menschen sich hervorragend als Wirte eigneten. Zwar waren sie den Unas körperlich an Kraft und Robustheit unterlegen, jedoch boten sie andere Vorteile, wie unter anderem ein höher entwickeltes Gehirn und deutlich bessere motorische Fähigkeiten. Die Nachteile ließen sich durch den Symbionten ausgleichen, und so nahm sich Ra als erster Goa'uld einen menschlichen Wirt. Da sich die Menschen über eine recht hohe Fortpflanzungsrate auszeichneten, bestand auch ausreichend „Nachschub“ an neuen Wirten. Ra erkannte, dass die Kontrolle über diese Quelle an neuen Wirten ihm großen Einfluss bei den Goa'uld bescheren würde, und so behielt er die Weltraumkoordinaten der Erde weitgehend für sich. So begann die Herrschaft der Goa'uld und die systematische Ausbeutung der Menschen. Dass die Menschen die Goa'uld dank ihrer hoch entwickelten Technologie als Götter verehrten, vereinfachte deren Herrschaftsanspruch und schmeichelte zusätzlich ihrem Ego. Nach und nach nahmen sich immer mehr Goa'uld menschliche Wirte und verdrängten damit die Unas als primäre Wirtsrasse. Dank ihrer hohen Anzahl dienten die Menschen nicht nur als Wirte, sondern auch als Arbeitssklaven, was den Goa'uld ganz neue Möglichkeiten eröffnete. Durch das Stargate der Erde wurden die Menschen auf viele Planeten gebracht, um dort ihren Goa'uld-Herren zu dienen. So konnten die Goa'uld ihr galaxis-umspannendes Imperium aufbauen.
Eine weitere Entdeckung mit hoher Tragweite fiel in die Zeit kurz nach der Entdeckung der Erde. Der Goa'uld Telchak entdeckte ein Antiker-Artefakt, das später einmal als Jungbrunnenwürfel bezeichnet werden sollte. Die von diesem Gerät ausgehende Strahlung war in der Lage, beschädigtes und sogar totes Gewebe zu regenerieren und neu zu beleben. Allerdings erwies sich die Strahlung als zu stark für menschliche Körper und so entwickelte Telchak daraus eine schwächere Version in Form eines Sarkophags. Dieses Gerät ermöglichte den Goa'uld eine permanente Regeneration ihrer Körper und der ihrer Wirte, was ihre Lebenserwartung um ein Vielfaches erhöhte, so dass Goa'uld unter Nutzung des Sarkophags viele tausend Jahre alt werden konnten. Diese Technologie hatte jedoch auch Nebenwirkungen, welche die Goa'uld aber nicht weiter störten: Durch den ständigen Gebrauch des Sarkophags wurden gewisse negative Charakterzüge wie Neid, Machtgier und Egoismus verstärkt. Ein weiterer Effekt der Nutzung war die steigende Anreicherung der Körper von Wirt und Symbiont mit Naquadah, was später als Schlüssel zur Bedienung weiterer Technologien wie dem Handgerät diente. Durch die Sarkophag-Technologie erlangte Telchak einige Macht unter den Goa'uld, jedoch wollte der Goa'uld Anubis um jeden Preis in den Besitz des Artefakts gelangen und kämpfte gegen Telchak. Als Telchak diese
Auseinandersetzung zu verlieren drohte, versteckte er das Gerät auf der Erde.
Quelle: Wikipedia